Professor Rainer K. Schöffel
Professor Rainer K. Schöffel

Spaziergangswissenschaft

Spaziergang - die langsamste Form der Fortbewegung.

Im Gegensatz zu den Aussagen von Martin Schmitz führte Prof. Lucius Burckhardt nicht allein, sondern zusammen mit Prof. Karl-Heinrich Hülbüsch den "Urspaziergang" an der GhKassel durch. Wissenschaftlich gesehen setzt ein Spaziergang (Promenadologie) ein Thema mit einer Arbeitshypothese voraus, das direkt am Gegenstand diskutiert werden kann. Die wesentlichen Voraussetzungen dafür sind:

 

1. Sehen lernen,

2. Zweifel planen,

3. Neugier pflegen und

4. aus der Geschichte lernen.

 

Info´s der Uni Kassel zur Promenadologie:

Als ehemaliger Student der Kasseler Schule kann ich mit Stolz von mir behaupten, die Spaziergangswissenschaft an der Zürcher Hochschule hoffähig gemacht zu haben. Meine in der Lehre angekündigte Verknüpfung zwischen der wissenschaftlichen Theorie und der anschliessenden Diskussion erfolgte anhand von praktischen Beispielen und zwar vor Ort (und nicht an der Leinwand). Demzufolge kündigte ich meine Seminare (als Ergänzung zu den Vorlesungen) als Spaziergänge (nicht als Exkursion oder Führung) an. An ausgewählten Orten wurde über Sinn und Unsinn der Herstellungspraxis diskutiert. Im Vordergrund der Debatte stand immer die Gebrauchsfähigkeit für die Nutzer.

 

Anfangs wurde ich seitens der Hochschulleitung kritisiert:"Bei uns gibt es keine Spaziergänge, sondern nur Exkursionen." Ungeachtet dessen führte ich meine angekündigten Spaziergänge fort. Nach und nach zogen nicht nur Hochschulkollegen mit, sondern auch andere Institutionen und Organisationen, die ihre Exkursionen zunehmend als Spaziergänge betitelten. 

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