Professor Rainer K. Schöffel Für unsere Stadt Wunsiedel Ihr Bürgermeisterkandidat 2020
Professor Rainer K. Schöffel                                      Für unsere Stadt WunsiedelIhr Bürgermeisterkandidat 2020                                 

Interview vom 15.12.2019

 

1. Wieso haben Sie sich nun doch für eine Kandidatur entschieden?

Als derzeit einziger Kandidat bin ich gebürtiger Wunsiedler. Ich möchte deshalb meine Heimatstadt nach dem Chaos der vergangenen Jahre wieder auf Kurs bringen und für geordnete finanzielle Verhältnisse sorgen. Demzufolge bin ich der geeignete Kandidat, der sicherstellt, dass jeder Wunsiedler gleich und ohne „Filz“ behandelt wird.

 

2. Viele Leser fragen sich, warum Sie nicht als Kandidat der Bunten Liste antreten. Warum eigentlich nicht?

Zu meinen Prinzipien gehören u.a. Freiheit, Unabhängigkeit, Offenheit (dafür bin ich in der Stadt bekannt) und zwar mit allen persönlichen Konsequenzen. Kritisches Hinterfragen darf nicht bei „Kunstwerken“ enden, sondern ist in allen Belangen des politischen Gremiums erforderlich. Dringend notwendig ist dafür Unabhängigkeit.

 

3. Wie werden Sie einen Wahlkampf führen, falls die Bunte Liste nun doch noch einen eigenen Kandidaten aufstellt?

German Schlaug steht nach seinem Statement in der Plicht einen Kandidaten zu bringen, will er nicht unglaubwürdig erscheinen. Vielleicht kommen noch weitere Kandidaten, wie von der Grossen-Land-Stadt, der FW, der AFD oder …                                                                                                                       Ich jedenfalls lass´ mich in meinem Wahlkampf dadurch nicht beirren.

 

4. Was waren die größten Fehler des Stadtrats/Bürgermeister in den zurückliegenden Jahren?

Halbe Wahrheiten“ sagte der Philosoph Marquardt „sind immer ganze Lügen“. Unter diesem Aspekt sehe ich den grössten Fehler der zurückliegenden Jahre.

Unter der Beck´schen „Führung“ hat sich eine umfassende Orientierungslosigkeit und ein verspieltes Vertrauen bei den Bürgern entwickeltEgal ob es um Stadtentwicklung, Auftragsvergaben oder Benennung der Gesamtverschuldung gehtDramatisch ist die von Beck verschuldete, völlige finanzielle Handlungsunfähigkeit, da die Stadt über die nächsten Jahrzehnte über keinen genehmigungsfähigen Haushalt verfügen wird.

 

5. Sollten Sie gewählt werden, haben Sie keine Hausmacht im Stadtrat, wie etwa die Kandidaten der CSU und SPD. Macht dies das Amtieren nicht enorm schwer?

Nein, in keinster Weise. Weil wir nur gemeinsam den Karren aus dem Dreck ziehen können. Schliesslich geht es um das Wohl der Bürger und nicht um den eigenen Geldbeutel oder irgendeine HausmachtDeshalb appeliere ich zunächst an die Vernunft der Wähler und dann an die des neuen Stadtrates.

 

6. Als Bürgermeister müssen Sie eine Stadt lenken, die wahrscheinlich während der gesamten Amtsperiode noch immer keinen genehmigten Haushalt hinbekommt. Welche Projekte wollen Sie dennoch angehen. Nennen Sie vielleicht fünf Projekte, die für Sie Priorität haben?

6.1. Wiederaufbau von Vertrauen durch Transparenz in der Verwaltung. 

6.2Planung des finanziell Machbaren mit einer vernünftigen   

       Stadtentwicklung.

6.3. Energiestadt – ergänzt durch Geothermie.

6.4. Absicherung der Luisenburg-Festspiele. Schaffung einer einer

       nachhaltigen Gastronomie.

6.5Einnahmen müssen erhöht werden. Nicht durch Steuern, sondern durch  

       gezielte Gewerbeansiedlung und einer Hochschuleinrichtung, 

       beispielsweise für Ost-Europäische Sprachen und Erneuerbare Energien. 

 

7. Wie kann Wunsiedel überhaupt wieder zu einem genehmigungsfähigen Haushalt kommen?                                                                                       Durch weitere knallharte Konsilidierung, wie beispielsweise Rückabwicklung der WUN-Immobilien-KUAllein dadurch werden jährlich über 320.000 € an Personalkosten eingespart.

 

8. Welche Qualifikationen zeichnen Sie für das Bürgermeister-Amt aus?

Als Wissenschaftler verstehe ich mein Planungshandwerk. Dazu gehören Analyse, Diagnose, Strategie,Entscheidungsfindung und Problemlösung.

Ich kann gut auf Menschen zugehen und für meine Idee begeistern, zum Beispiel Projekt „Zum Bernhard“ in Wunsiedel.

Weiterhin habe ich langjährige Erfahrungen in öffentlichen Verwaltungen. 

Ich bin seit sechs Jahren im Wunsiedler Stadtrat, kenne deshalb den Status Quo und die hausgemachten Probleme aus dem „ff“.

Ich bahe mir nie den Mund verbieten lasse, berechtigte Kritik immer geäußert ohne parteipolitische und persönliche Rücksichtnahme. 

 

9. Sie gelten gemeinhin als sehr streitbar. Wollen Sie das Bürgermeisteramt diplomatischer führen (soll nicht heißen, dass sie Diplomatie nicht können!)?

Kritisches Hinterfragen ist für eine Streitkultur notwendig. Streiten ist von Grund auf nichts Schlechtes. Bei bewußten Fehlinformationen und Unwahrheiten ist Kuschelpädagogik fehl am Platz. Im übrigen bin ich charakterlich und fachlich in der Lage das Amt auszuführen.

 

10. Herr Beck plant am 30. April eine Stab-Übergabe. Werden Sie den Stab aus seinen Händen annehmen (habe beobachtet, dass Sie beide sich nicht die Hand geben…)?

Ich wüßte nicht, was dagegen sprechen sollte. Natürlich bin ich dazu bereit den Stab entgegenzunehmen.

 

11. Sie haben mal gesagt, dass in der nächsten Amtsperiode genau analysiert werden soll, warum es zu der Finanzkatastrophe gekommen ist. Wie meinen Sie das? Wollen Sie hierfür auch konkret „Schuldige“ benennen?

Die „Schuldigen“ sind seit 18 Jahren bekannt. Unter den Kandidaten ist es hoffentlich einhellige Meinung, dass dringend ein „Kassensturz“ erforderlich ist. Dies muss durch ein externes Gutachten erfolgen. Das ist zwingend erforderlichdass der zukünftige Bürgermeister nicht selbst in die Haftung kommt.

 

12. Was schwebt Ihnen zu den beiden Wunsiedler Mega-Themen Luisenburg und Energiestadt vor? Wird es unter Ihrer Amtsführung Kurskorrekturen geben oder wird es so weiterlaufen, wie bisher?

12.1.Bei der Energiestadt wird es nur dann Kurskorrekturen geben müssen, wenn das dringend notwendige, externe Gutachen dies feststellen sollte. Nach meinen derzeitigen Kenntnisstand muss eine Kompetenzerweiterung stattfinden. Gemeint ist weitere erneuerbare Energien (z. B. Geothermie, Abfallwärme) aufzuschliessen. 

12.2. Bei der Luisenburg geht es um zwei Dinge: erstens die Festspiele mit ihreGastronomie. Und zweitens der bürgerliche Landschaftsgarten als Weltkulturerbe.

 

13.Wie soll Wunsiedel 2026, zum Ende Ihrer ersten Amtszeit dastehen? Haben Sie eine Vision von Wunsiedel?

Orientierung und Vertrauen durch Transparenz werden Wunsiedel wieder zu einer lebenswerten und attraktiven Stadt mit selbstbewussten Stadträten und Bürgern machen, die sich konstruktiv einbringen.

Ich habe den Wunsch, dass wir Hochschulstandort und Weltkulturerbe werden und die finanzielle Zukunft unserer Stadt gesichert wird. Und genau darauf werde ich hinarbeiten.

 

14. Schließlich: Warum liegt Ihnen Wunsiedel am Herzen liegt?                    Ich wurde in Wunsiedel geboren und lebe in Wunsiedel. Ich glaube die Liebe zu meiner Heimatstadt ist durch meine Taten und Aktivitäten für diese erkennbar.

 

Die Fragen stellte M. Bäumler (Frankenpost).

 

 

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